Wir laden herzlich zum 29. April 2026 um 17 Uhr bis 19 Uhr Online ein!
Anmeldung über die Geschäftsstelle der DGSAS, Claudia Heinemann heinemann.claudia@skfm-duesseldorf.de - Anmeldeschluss 22.04.2026 bitte beachten.
Geplant sind folgende Vorträge:
ADHS und Cannabiskonsum: Perspektiven von Konsumierenden auf psychosoziale Zusammenhänge und Auswirkungen
Jasmin Wetzel (BA Soziale Arbeit, Hochschule Landshut)
Was bedeutet der Konsum von Cannabis für Menschen mit ADHS? Die Bachelorarbeit ging dieser Frage anhand narrativer Interviews mit betroffenen Erwachsenen nach und rückte damit deren Perspektiven in den Mittelpunkt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Zusammenhang zwischen ADHS und Cannabis oft komplexer, alltagsnäher und weniger eindeutig ist, als es wissenschaftliche und öffentliche Diskurse vermuten lassen.
Analgetika in der Hip-Hop-Szene: Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Suchtprävention in der Sozialen Arbeit
Sandro Spirig (BA Soziale Arbeit, Alice Salomon Hochschule)
Diese Bachelorarbeit untersucht den Konsum von Tilidin, Codein und Lachgas unter Jugendlichen in Deutschland sowie den möglichen Einfluss der deutschen Hip-Hop-Szene darauf. Auf Basis empirischer Studien wird ein Zusammenhang zwischen Analgetikakonsum und popkulturellen Bezugnahmen angenommen, wobei insbesondere Tilidin und Codein zur Normalisierung beitragen könnten. Im zweiten Teil werden Chancen und Grenzen digitaler Suchtprävention analysiert, wobei niedrigschwellige und szenesensible Angebote als vielversprechend gelten. Voraussetzung für deren Wirksamkeit sind Datenschutz, fachliche Kompetenz und eine glaubwürdige Ansprache. Abschließend wird weiterer Forschungsbedarf betont und ein ganzheitliches, an Drogenmündigkeit orientiertes Präventionsverständnis gefordert.
Deutungen von Abhängigkeit in der Sucht- und Drogenberatung
Dr. Birgit Müller (Universität Dresden)
Wie deuten und argumentieren Berater:innen „Abhängigkeit“ und wie korreliert dies mit deren Handlungsroutinen bzw. -orientierungen? Diesen Fragen bin ich in meiner Dissertation nachgegangen und konnte vier Deutungen von Abhängigkeit rekonstruieren und sechs verschiedene Handlungsorientierungen analysieren. Diese Ergebnisse, die u.a. eine Dominanz der Deutung von Abhängigkeit als Krankheit, aber auch alternative Deutungen zeigen, eröffnen zugleich Perspektiven auf das Thema der Professionalisierung beraterischer Praxis, die ich Ihnen vorstellen möchte.
Anmeldungen können ab sofort bis zum 28.04.2026 noch per Mail an rebekka.streck@eh-berlin.de erfolgen!